Dein Bauchgefühl als Kompass im Leben
Persönlichkeitsentwicklung

Wann haben wir aufgehört auf unser Bauchgefühl zu hören?

Sicherlich kennst du das auch. Du befindest dich in einer neuartigen Lebenssituation. Vielleicht ist dir gerade die zündende Geschäftsidee für ein Produkt gekommen, mit dem du gerne den Markt erobern möchtest. Oder du hast unerwartet eine Person kennengelernt, die dein Herz nach kürzester Zeit in Purzelbäume versetzt. Und dann passiert das, was Mark Foster in seinem Song so treffend besingt: Bauch sagt zu Kopf ja, doch Kopf sagt zu Bauch nein. Wo wir auch schon beim heutigen Thema dieses Blogposts angekommen wären: Deinem Bauchgefühl.

Dein Bauchgefühl als angeborener Instinkt

Natürliches menschliches Handeln basiert auf Instinkten und Intuitionen. Diese sind Relikte, welche uns evolutionsbedingt gegeben sind. Wenn unsere Urahnen früher einem Säbelzahntiger begegnet sind, dann haben sich sofort die inneren Alarmglocken gemeldet. „Waffen raus!“ oder „Schnell weg hier!“ waren vermutlich die Durchschnittsreaktionen. Alle, die diese Reaktion nicht aufgezeigt haben, wurden zum Abendessen des Tieres.

Auch wir haben noch solch einen gut funktionierenden Instinkt: Unser Bauchgefühl. Es soll uns vor Fehlentscheidung schützen und uns sicher durch das Meer, was wir „Leben“ nennen, leiten. Leider hat das Bauchgefühl aber noch einen Gegenspieler. Den bösen Zwillingsbruder sozusagen. Das Teufelchen, was auf der anderen Schulterseite sitzt, und regelmäßig für die Blutgrätschen im Leben sorgt: Der Kopf.

Bauchgefühl vs. Sicherheitsbedürfnis

Zugegeben: Ich bin auch ein Kopfmensch. Beziehungsweise, ich bin lange einer gewesen. Mittlerweile habe ich aber sehr hart an mir selbst gearbeitet und höre von Tag zu Tag mehr auf meine Intuitionen. Wenn mir morgens nach Croissant mit Marmelade ist, gibt es mittlerweile Croissant mit Marmelade. Und ja, auf sich selbst zu hören ist am Anfang nicht leicht. Ich weiß. Vor allem, da wir in einer Gesellschaft leben, die uns über verschiedene Kanäle hinweg einen riesigen Verhaltenskodex vorschreiben möchte. Aber glaubt mir: Ihr werdet belohnt. Denn wer den Kopf auf Durchzug stellt und stattdessen mehr auf seinen Bauch hört, der lebt leichter.

Wir Menschen streben nach Sicherheit. Das ist eine unserer Veranlagungen und auch eins unserer Grundbedürfnisse. Deshalb ist die bekannte Komfortzone für uns ja auch so super gemütlich. Fernglas rausgeholt, auf weite Entfernung keine Gefahr in Sicht, alles im grünen Bereich. Leider geht damit aber auch einher, dass neuartige Situationen von uns gerne mal abgeblockt werden. Sei es, weil man Angst vor einer Veränderung hat oder in dem Lebensbereich schlecht Erfahrungen gemacht hat. Viele Blockierungen basieren auf dem menschlichen Streben nach Sicherheit bzw. der Unsicherheitsvermeidung.

Zu viel „Kopf“: Chancen im Leben verpassen

Und dies führt zum Hauptproblem: Wer zu viel auf den Kopf hört, statt auf sein Bauchgefühl, der vertut wichtige Chancen im Leben. In meinem Beitrag Gesetz der Anziehung habe ich von meiner Eingebung mit diesem Blog hier erzählt. Das war reines Bauchgefühl, es hat sich richtig und gut angefühlt. Aber auch bei mir hat sich nach kürzester Zeit der Kopf gemeldet: „Ob es wohl genug Leute gibt, die diese Inhalte überhaupt von mir lesen wollen? Schließlich gibt es ja schon sehr viele Leute, die Inhalte zum Thema Persönlichkeitsentwicklung auf verschiedene Art und Weise online stellen!“. Und wisst ihr was ich dann gemacht habe? Ich habe den zweifelnden inneren Kritiker ignoriert. Das schäbige Radioprogramm und Gedudel im Hintergrund sozusagen auf „off“ gestellt. Warum? Weil ich mittlerweile der Meinung bin, dass unsere Intuition besser weiß, was gut für uns ist.

Dein Bauchgefühl als Kompass nutzen

Vielleicht hast du es schon bemerkt: Ich benutze sehr gerne die Metaphern des Schiffes und des Kompasses. Ich finde sie einfach so herrlich treffend. Denn auch dein Bauchgefühl ist nichts anderes als ein Kompass, auf den du hören solltest. Ein Kompass, der dir bei Scheidewegen im Leben den richtigen Weg weist. Nicht umsonst rollen wir bei der Szene in Horrorfilmen, wo sich die Gruppe lieber für den düsteren Weg entscheidet und sich aufsplittet, mit den Augen. Denn unser Bauchgefühl schreit in dem Moment: „Dunkel, einsam, gruselig und ihr seid in der Unterzahl. Gar nicht gut!“.

Ähnlich verhält es sich auch bei zwischenmenschlichen Beziehungen. Du lernst, wie bereits oben beschrieben, eine neue Person kennen. Liebe flammt auf. Und plötzlich bist du verunsichert: „Passt er/sie überhaupt in mein Leben? Es gibt viele Gemeinsamkeiten, er ist lieb zu mir, wir haben tolle Gespräche …“ und dann kommt meistens das berüchtigte „Aber“. Hier möchte ich dir für die Zukunft gerne nahe legen, einfach mal auf deinen Bauch zu hören. Was sagt er zu dem Ganzen? Meistens wissen wir bereits instinktiv zu Beginn einer neuen Liebschaft, ob diese gut oder schlecht ausgehen wird. Wir ignorieren meist nur die ersten Anzeichen. Während unser Bauch beispielweise in der Anfangsphase schon protestierend aufschreit, hat der Kopf parallel das Interior Design für die spätere gemeinsame Reihenhaushälfte fertiggestellt.

Deshalb: Lasst uns wieder anfangen mehr auf unser Bauchgefühl zu hören. Es weiß was richtig und gut für uns ist, während der Kopf meistens alles kaputt analysiert. Natürlich ist dieser Beitrag kein Aufruf zur Leichtsinnigkeit. Sollte euer Bauchgefühl beispielweise bei dem Gedanken an ungesichertes Alpinklettern freudig in die Hände klatschen: Lieber bitte doch nochmal Rücksprache mit dem Kopf halten … 😉

Ich hoffe wie immer, dass euch dieser Blogbeitrag gefallen hat und euch dazu inspirieren konnte, einfach wieder mehr auf euren Bauch zu hören. Berichtet mir unten in den Kommentaren auch gerne von euren Erfahrungen zum Thema Bauchgefühl!

Bis dahin: be grateful!

deine Franzi

4 thoughts on “Wann haben wir aufgehört auf unser Bauchgefühl zu hören?

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