Slow Living: Endlich glücklich durch einen entschleunigten Alltag

Die Dänen leben es mit Hygge* schon lange vor: Das bewusste Genießen und Leben von Augenblicken. In gemütlicher Atmosphäre und der Gesellschaft der Lieblingsmenschen die schönen Momente des Lebens zelebrieren und auskosten. Es muss aber nicht immer Kerzenschein und lecker Kuchen sein. Bewusst Leben geht ganz leicht und ist, wie ich selbst feststellen darf, ein echter Glücksmagnet. Das Zauberprinzip heißt hierbei „Slow Living“ und soll dir im heutigen Blogbeitrag nähergebracht werden.

Was ist Slow Living?

Was ist Slow Living?

Du Deutsch verbirgt sich hinter diesem Prinzip die Übersetzung „langsam leben“. Slow Living ist eine umfassende Lebenseinstellung mit dem Grundgedanken, im Hier und Jetzt zu leben. Es geht schlichtweg darum, durch eine bewusste Haltung im Alltag das Leben in vollen Zügen zu genießen. Ziel des Slow Livings ist es, einen Gang zurückzuschalten und den Fokus wieder auf die wesentlichen Dinge des Lebens zu richten. Diese Lebenseinstellung hat also auch sehr viel mit Achtsamkeit zu tun.

Vielleicht hast du den Begriff auch schon einmal im Zusammenhang mit Einrichtung gehört? Slow Living ist nämlich auch als Wohntrend bekannt. Hierbei geht es darum, das eigene Zuhause als Rückzugsort und Oase der Ruhe vom Alltagsstress zu gestalten. Es wird sich von unnötigem Möbel-Ballast befreit und zurück bleibt ein Ort mit dem Fokus auf das schöne Wesentliche. Hier siehst du ein paar Beispiele für ein im „Slow Living-Stil“ eingerichtetes Zuhause.

Warum Slow Living ein echter Glücksmagnet ist

Wir leben in einer schnelllebigen Welt, in der das Prinzip höher, schneller, weiter gilt. Oft mit dem Grundgedanken, dass dadurch bessere Resultate erzielt werden. Das ist aber völliger Unsinn. Alles hat seine Zeit und benötigt diese auch um sich zu entwickeln. Wie du schon aus meinem „Fokussiert bleiben“-Beitrag weißt: Erfolg ist eine Treppe und keine Grade mit exponentiellem Wachstum. Deshalb ist z. B. auch der oftmals gewünschte Erfolg über Nacht keine gute Sache. Unsere Persönlichkeit braucht Zeit zum reifen. Bei einem nächtlichen Boom wären wir schlichtweg mit unserem Leben überfordert.

Gang raus und Blick nach rechts und links

Zudem ist es exakt so, wie es auch in einem japanischen Sprichwort heißt: „Ob du eilst oder langsam gehst, der Weg vor dir bleibt derselbe“. Wieso hetzen wir uns im Leben dann so? Vor allem bei Dingen, wie sich anbahnenden Partnerschaften oder Freundschaften, die bestenfalls für immer halten sollen? Wäre es nicht viel klüger, etwas auf die Bremse zu treten und die Dinge einfach zu genießen und gedeihen zu lassen?

Wenn wir im Leben einen Gang zurückschalten, haben wir dadurch nicht nur weniger Stress, sondern werden auch endlich wieder sensibel für die wertvollen Momente, auf die es wirklich ankommt. Plötzlich fallen uns dann wieder die schönen Dinge rechts und links des Wegrandes auf. Frage dich doch einmal:

Wann hast du das letzte Mal ein Treffen mit einer Freundin oder einem Freund gehabt und dabei das Handy einmal komplett beiseitegelegt? Dich also nur auf den Moment und dein Gegenüber fokussiert?

Spätestens Corona sollte uns gezeigt haben, wie glücklich wir uns über solche Treffen schätzen können. Face-to-face, Angesicht in Angesicht. Wir sollten gelernt haben, dass so ein Treffen nicht selbstverständlich ist. Möchtest du so einen wertvollen Moment dann wirklich zukünftig am Handy verschwenden?

Mach es wie die Schildkröte

„Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen“. Vielleicht kennst du dieses berühmte Zitat von Konfuzius? Man könnte sagen es ist der Inbegriff von Slow Living. Der Mann hat es vor über 2.500 Jahren schon verstanden. Gedanken à la …

„Wenn ich erst mal studiere und ausziehe, dann wird alles besser!“

„Wenn ich mit dem Studium fertig bin und richtig viel Geld verdiene, dann bin ich glücklich!“

„Wenn ich in Rente gehe, dann finde ich aber endlich wirklich meinen Seelenfrieden!“

… sind leider bei vielen Gang und Gebe und ein echter Teufelskreis. Wer gedanklich immer nur in der Zukunft lebt und sein Glück an die Erreichung von Zielen knüpft, der wird nicht glücklich. Das durfte ich die letzten 3 Jahre auch schmerzlich lernen. Vielmehr ist es der Weg dorthin der glücklich macht. Mit seinen Aufs und seinen Abs. Und den nehmen wir beim Slow Living sehr intensiv wahr. Übrigens: Wenn du nach den ultimativen „Endlich glücklich werden“-Tipps suchst, geht es für dich hier entlang!

So gelingt dir die Entschleunigung im Alltag

Dankbarkeit praktizieren

Du erkennst es vielleicht schon am Titel dieses Blogs: Ich messe dem Thema Dankbarkeit einen sehr großen Stellenwert in meinem Leben bei. Und das nicht ohne Grund, denn durch eine dankbare Haltung hat sich mein Leben um 180 Grad verändert. Ich wurde von einer zutiefst unglücklichen und pessimistischen Person zu einem glücklichen und von Grund auf positiv eingestellten Menschen. Das ist rückblickend schon echt Wahnsinn. Zurzeit schreibe ich daher auch an meinem ersten eigenen Buch, welches dich tiefer in das Thema einführen und dir wichtige Tipps zum Praktizieren von Dankbarkeit im Alltag geben wird. Sei also gespannt 😉

„Stopp!“-Regel wenn Stress kommt

Ich war früher jemand, der sich sehr gut in stressige Situationen hineinsteigern konnte. Teilweise dauerte die emotionale Abwärtsspirale dann auch gerne mal tage- oder wochenlang an. Irgendwann sagte ich mir selbst „So kann das nicht weiter gehen!“. Denn wie wir dank der Forschung mittlerweile wissen, ist zu viel Stress ungesund und insgesamt auch nicht zielführend. Wenn ich mit einer stressigen Situation konfrontiert werde, nutze ich daher mittlerweile die „Stopp!“-Regel und die „Weltall“-Methode. Letztere hatte ich dir bereits in meinem „Der richtige Umgang mit negativen Gedanken“-Artikel erklärt.

Die „Stopp!-Regel besagt schlichtweg, dass wir in einer stressigen Situation einmal abrupt inne halten sollten, wenn wir merken, dass wir uns gerade verrennen und panisch werden. Nicht alles verdient sofort eine Reaktion! Du bist beispielsweise gerade mitten in eine Aufgabe vertieft und plötzlich kommt ein unerwartetes Problem hinzu? Dann frage dich:

Muss ich mich um dieses Problem jetzt direkt kümmern bzw. noch heute?

In 95% der Fälle handelt es sich bei spontan auftretenden „dringenden Problemen“ nämlich um eben genau das: „Dringende Probleme“. In Anführungszeichen. Weil es eigentlich keine sind. Diese zurückzustellen hat, wie von vielen angenommen, auch nichts mit Aufschieberitis zutun. Und Faulheit bedeutet es schon mal gar nicht. Ganz im Gegenteil: Es ist Slow Living wie es leibt und lebt. Denn du gehst achtsam mit dir und deiner Zeit um. Und das möglichst stressfrei in einem niedrigeren Gang. Denn du weißt: „Okay, mein Tag hat nur 24 Stunden. Diese sind aber nicht ausschließlich für irgendwelche to-do’s gedacht!“. Wo wir auch schon beim nächsten wichtigen Punkt für einen entschleunigten Alltag wären ….

Gönne dir jeden Tag eine kleine Auszeit für dich selbst

Ich möchte dir an dieser Stelle wirklich sehr das Buch „Hygge*“ von Meik Wiking ans Herz legen. Denn die Dänen machen uns das Zelebrieren von persönlichen Auszeiten so perfekt vor. Kein Wunder, dass das dänische Volk laut UN-Bericht das Glücklichste der Welt ist. Denn sie haben erkannt: Arbeiten ist wichtig, aber nicht so wichtig wie Familie und die eigene Gesundheit. Eine wirklich beeindruckende Philosophie, oder?

Und dabei ist es gar nicht schwer Me-Time in den Alltag zu integrieren. Einfach mal zu sagen „Sayonara Freunde, die nächsten 30 Minuten gehören nur mir. Bitte nicht stören“.

Du gehst gerne Joggen? Dann nutze die 30 Minuten und lauf dich glücklich!

Oder bist du eine Leseratte wie ich? Dann mach‘ es dir mit einem Tee und deinem Lieblingsbuch eine halbe Stunde auf dem Sofa gemütlich!

Beides nicht so deins? Kein Problem! Gönn‘ dir doch einfach eine Folge deiner absoluten Lieblingsserie!

Und es kann mir erzählen wer will: 30 Minuten am Tag hat jeder für sich Zeit. Schließlich bist DU dein wertvollstes Gut!

Reize und Konsum herunterfahren

Es ist schon traurig, aber mittlerweile sind wir Menschen so an Reize gewöhnt, dass uns die Stille Unbehagen bereitet. Bestimmt kennst du die folgende Situation auch: Man sitzt mit anderen Menschen in einer Runde zusammen und unterhält sich. Plötzlich macht sich ein fieses Schweigen breit, weil die Gesprächsthemen langsam ausgehen. Was ist ein mittlerweile völlig normales Verhalten? Alle zücken nach und nach ihr Handy und scrollen ziellos darauf herum, um die Stille ertragen zu können.

Durch die Medien und unseren modernen Lebensstil ist bei vielen Menschen mittlerweile quasi 24/7 Kirmes. Reizüberflutung on mass. Und hier greift das Slow Living ein. Ziel ist es, alles bewusster zu konsumieren und durch die Entschleunigung auch mal zu hinterfragen. Ein Beispiel: Bis 2018 war ich eine richtige Shopping-Maus. Zur Verdeutlichung: Theoretisch müsste ich die nächsten Jahre keine neuen Klamotten mehr kaufen, weil ich für jeden Anlass etwas hätte. Ständig zog damals irgendetwas Neues in meinen Kleiderschrank ein. In dem Moment fühlte es sich großartig an. Man hatte schließlich Beute gemacht. Die Euphorie verfolg aber ziemlich schnell und ich sah mich nach ein oder zwei Wochen schon nach der nächsten Eroberung um.

Rückblickend weiß ich, dass ich durch dieses Konsumverhalten versucht habe, die damalige Leere in mir zu füllen. Ich war so unfassbar unglücklich und die Einkäufe sorgten wenigstens zeitweise für ein Hochgefühl. Heute, wo es mir blendend geht und ich zufrieden mit mir und meinem Leben bin, habe ich seltsamerweise gar kein Bedürfnis mehr ständig etwas Neues zu kaufen. Stattdessen kombiniere ich lieber die Dinge, die ich bereits habe und fokussiere mich auf das Wesentliche. Pures Slow Living.

Ich kann dir also nur empfehlen, deinen Konsum – sei es im Hinblick auf Medien oder „Luxusgüter“ – einmal bewusst herunterzufahren. Quasi eine Konsum-Diät zu machen. Oft erhält man durch diesen „Schritt zurück“ erstaunliche Erkenntnisse über innere Blockaden und Probleme, von denen man vorher nicht im Traum gedacht hätte, dass man sie hat.

Buchtipps zum Thema „Slow Living“

Slow Living Buchempfehlungen

Da das Thema „Slow Living“ so komplex ist und auch viel mit den Bereichen Achtsamkeit und Minimalismus zutun hat, habe ich dir nachstehend einmal drei lesenswerte Bücher aus den Themengebieten verlinkt. Vielleicht ist ja ein Interessantes für dich dabei 😊

Marie Kondo: Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert*

Eckhart Tolle: Jetzt! Die Kraft der Gegenwart*

Brooke McAlary: Slow. Einfach leben*

Fazit – Slow Living

Slow Living ist eine Lebenseinstellung, die der Schlüssel zu deinem persönlichen Glück sein kann. Ausprobieren lohnt sich also! Bei mir hat das Prinzip bisher Wunder bewirkt. Ich schaue auf stressige Situationen und Herausforderungen mittlerweile einfach mit einem ganz anderen Blick, was zu einer deutlichen Steigerung meiner Lebensqualität geführt hat. Zudem bin ich dadurch nochmal ein ganzes Stück ruhiger und fokussierter geworden und suche mir jeden Tag meine persönliche Auszeit.

Ich hoffe sehr, dass du dieselben tollen Erfahrungen durch das Slow Living machen wirst. Oder wendest du das Prinzip vielleicht sogar schon an? Dann berichte doch sehr gerne von deinen Erlebnissen unten in den Kommentaren!

Ich freue mich von dir zu lesen und sage bis dahin

be grateful!

deine Franzi

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Entschleunigung im Alltag

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Eine Antwort

  1. 6. August 2021

    […] ist es umso wichtiger, dass wir im Hier und Jetzt leben und voller Achtsamkeit auf unser Umfeld und die in ihm verborgenen Zeichen achten. Nur wer mit […]

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