Lästern: Warum du dir damit nur selbst schadest!

Warum Lästern so schädlich ist: „Wie sieht die den heute wieder aus! Mit so einem kurzen Minirock geht doch keiner ins Büro!“ – „Mit 20 schwanger! Pah, hätte sie mal lieber im Sexualunterricht besser aufgepasst!“ – „Der will mit Mitte 20 schon Millionär sein? Das ich nicht lache! So ein Träumer! Das schafft der doch eh nicht“. Bestimmt warst du auch schon mal bei so einem Gespräch dabei, oder? Hand aufs Herz: Oder hast du vielleicht schon einmal selbst abfällig über jemanden gesprochen? Jemanden hinter seinem Rücken durch den berüchtigten Kakao gezogen? Falls ich dich gerade ertappt haben sollte, sei zuerst gesagt: Lästern ist menschlich. Und jeder hat es schon einmal getan. Auch der freundlichste Mensch, den du kennst. Was viele jedoch nicht wissen: Wir schießen uns damit selbst ins Knie. Lästereien kommen nämlich wie ein Boomerang zu uns zurück.

Was ist Lästern überhaupt?

Doch fangen wir zuerst einmal mit der simplen Frage an, was Lästern überhaupt ist. Lästern ist im Grunde genommen das Schlechtreden über (andere) Menschen. Wir ziehen spöttisch über jemanden her und beleidigen somit entweder die gesamte Person oder bestimmte Teilaspekte ihres Auftretens. Gerne wird beispielsweise über die optische Erscheinung von anderen Menschen gelästert. Das Gemeine: Lästern erfolgt oft im Stillen. So wird im Büro unter vier Augen, zum Beispiel in der Teeküche oder Raucherecke, über die neue Frisur der Kollegin gelästert. Oder unter Männern bei einem Glas Bier in der Kneipe, dass man den einen besten Freund, der seit kurzem glücklich vergeben ist, gar nicht mehr zu Gesicht bekommt. „Die hält den sowas von an der kurzen Leine! Laura hier, Laura da. Über was anderes kann man mit ihm gar nicht mehr sprechen. Ich hätte nie gedacht, dass er so ein Weichei ist!“.

Das Lästern kann man zudem in zwei Kategorien aufteilen:

Lästern über andere

Das ist vermutlich die Form, an die wir zuerst alle denken müssen, wenn der Begriff „Lästern“ fällt.  Hierrunter fallen alle klassischen abfälligen Bemerkungen über andere Menschen. So auch das gerade erwähnte Beispiel des Freundes, welches zurzeit auf Wolke 7 schwebt und dafür von seinen Kumpels verachtet wird.

Lästern über sich selbst

Lästern ist schädlich

Wusstest du aber, dass wir auch über uns selbst lästern können? Wenn wir morgens nach dem Duschen vor dem Spiegel stehen, uns in das kleine Röllchen Speck am Unterbauch greifen, seufzen und uns ein unzufriedenes „Man, ich werde auch immer fetter!“ entfleucht? Das ist auch Lästern. Und ehrlich gesagt: Ich weiß gar nicht, welche Läster-Form ich schlimmer finde. Denn bei der Letzteren attackierst DU DICH SELBST! Du schmeißt quasi die Planierraupe an und fährst deine Selbstliebe und Selbstachtung zu Schutt und Asche.

Doch wieso zeigen wir so ein Verhalten überhaupt? Warum lästern viele Menschen nahezu täglich?

Warum reden wir schlecht über uns oder andere Menschen?

Wer lästert ist unzufrieden

„Ihr Hintern wird auch immer breiter! Kein Wunder, dass sie keinen abbekommt!“. Beide Frauen lachen daraufhin gehässig. In Wahrheit sind beide unglückliche Singles und selbst mit ihrer Figur unzufrieden. Durch das Lästern lassen wir Menschen Dampf ab. Wir fühlen uns für einen kurzen Moment besser, weil wir uns auf die vermeintlichen Probleme im Leben der anderen stürzen. Für einen kurzen Moment vergessen wir somit unsere eigenen täglichen Sorgen und glauben zu sehen, dass es anderen noch viel schlechter geht. 

Lästern ist allerdings immer eine Selbstoffenbarung. Das menschliche Gehirn funktioniert wie eine Art Filter. Wir nehmen selektiv die Dinge in unserer Umwelt wahr, die für uns einen hohen Stellenwert haben. Ähnlich wie beim Thema „Neidisch sein“, legt das abfällige Reden somit den Finger auf unsere eigenen Wunden. Du redest oder denkst beispielsweise oft abfällig über eine Freundin oder einen Freund, der ein echter Magnet für das andere Geschlecht ist? Die oder der nach einer Trennung sofort wieder vergeben ist und noch nicht mal aktiv sucht? „Sie/Er hat aber auch gar keine Ansprüche! Nimmt immer sofort das Erstbeste!“. Kann es vielleicht sein, dass du insgeheim neidisch bist? Vielleicht, weil es bei dir nicht so leicht läuft? Weil du insgeheim unzufrieden bist und dir sehnlichst wünschst, was deinem Gegenüber nur so mühelos zuzufliegen zu scheint?

Neid und Unzufriedenheit als Hauptmotive für Lästereien

Neid und Unzufriedenheit sind meistens die Motoren für Lästerattacken. Sei es über andere oder uns selbst. Mach doch das nächste Mal einmal den Selbsttest! Wenn du das Bedürfnis hast, über jemand anderen schlecht zu sprechen, trete geistig bewusst einen Schritt von der Situation zurück. Schaue dir ganz neutral an, was du fühlst. Ich habe in diesem Moment beispielsweise immer einen Stich im Herz gefühlt. Mir tat es weh, bei anderen zu sehen, was ich so gerne hätte.  Was ich mir so sehnlichst wünschte. Und um am Schmerz nicht zu ersticken, machte ich mir in Form von abfälligen Bemerkungen Luft.

Wenn es dir noch schwer fällt, deine eigene Situation kritisch zu reflektieren, nehme für andere den neutralen Beobachter ein. Du befindest dich beispielsweise bei einem Café-Date mit einer Freundin und sie möchte gerne mit dir über eine Bekannte herziehen? Dann höre ihr aufmerksam zu, aber trete geistig einen Schritt zurück. Schaue auf die Situation.

Was genau betont sie in ihren Aussagen?

Wann ist dein Gegenüber beim Lästern besonders gehässig oder erbost?

Meistens lässt sich ziemlich schnell ein thematischer Schwerpunkt erkennen. Und mit dem Wissen aus diesem Blogartikel weißt du nun, dass dein Gesprächspartner vermutlich eine fette seelische und emotionale Baustelle in seinem Leben hat. Den meisten Menschen ist das aber leider gar nicht bewusst.

Wer lästert ist intolerant gegenüber Andersartigkeit

Lästereien können uns aber auch aufzeigen, dass wir oder unser Gegenüber einen Mangel an Toleranz für Andersartigkeit haben. Ich habe dies leider schon sehr oft in meinem Leben zu spüren bekommen. Als ich mit meinem ersten Blog im Netz aktiv war – vor ein paar Jahren ein Blog im Bereich Beauty und Mode – war ich DAS Gesprächsthema in unserer Kleinstadt. Vorneherum gab es Lob und Daumen hoch, aber hintenherum wurden mir die übelsten Sprüche und Gespräche zugetragen.

Habe ich zu diesem Zeitpunkt eine Sache betrieben, die das Leben der Menschen in meinem Umfeld negativ beeinträchtigt hat?

Die Antwort: Nein, im Grunde hätte es ihnen allen egal sein können. Aber wir Menschen tun uns einfach schwer damit, wenn wir mit Andersartigkeit konfrontiert werden. Wenn andere nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen und ihren eigenen Weg gehen. Das macht uns Angst. Das beste Beispiel sind hierfür Gesellschaftsaussteiger. Menschen, die beispielsweise beschlossen haben, fortan sehr spirituell zu leben und sich aus ihrem alten Leben befreit haben. Hierrüber wird sich dann auch gerne das Maul zerrissen. Es war doch so herrlich angenehm, als sie oder er noch wie alle braven Lämmchen mit der Herde in eine Richtung getrottet ist. Warum macht sie/er denn jetzt plötzlich sowas „Komisches“?! Jüngst erlebe ich genau das. Auf die Themen Persönlichkeitsentwicklung, Spiritualität, Gesetz der Anziehung, Universum und co. wird heute noch immer verächtlich reagiert. Meistens muss ich mir dumme Sprüche anhören.

Ich frage mich dann immer: Was bringt der entsprechenden Person ihre Intoleranz? Ich werde weder mit dem Blog aufhören noch mein Interesse für diese Bereiche aufgeben. Im Endeffekt resultiert daraus nur, dass ich mich vor der jeweiligen Person verschließe und mir andere Gesprächspartner suche. Die entsprechende Person schadet sich also doppelt, denn was viele zudem nicht wissen …

Die bösen Worte kommen früh oder später zu dir zurück!

„Alles ist mit allem verbunden“. So lautet ein Zitat von Buddha. Es besagt, dass wir auf der Erde alle eins sind. Vor allem energetisch. Was heißt das nun für dich und deine Lästereien? Ganz einfach: Wenn du schlecht über jemanden sprichst, sprichst du gleichzeitig auch schlecht über dich selbst. Das Universum (oder wie auch immer du die höhere Macht nennen magst) fasst deine Worte so auf, als würdest du hinter deinem eigenen Rücken kein gutes Haar an dir selbst lassen. Es erkennt nicht nur deine Negativität, sondern auch das, was du durch deine abfälligen Worte versuchst zu verstecken: Nämlich deine Unzufriedenheit im Leben und den Neid, den du im Hinblick auf andere empfindest. Beides Attribute, die eine Mangelhaltung auszeichnen.

„Wie ein boom boom boom boom Boomerang“

„Komm ich immer wieder bei dir an
Wie ein boom boom boom boom Boomerang
Komm ich immer näher an dich ran
Ich flieg so schnell ich kann in deine Umlaufbahn
Da bleib ich einfach drauf und irgendwann fängst du mich auf“

Bestimmt kennst du dieses Lied von Blümchen aus den 90ern? Es fasst eigentlich ziemlich gut zusammen, was Lästern mit uns und unserem Leben macht. Die negative Energie, die wir durch unsere abfälligen Bemerkungen aussenden, kommt zu uns zurück. Gleiches zieht Gleiches an. Wenn du dich schon einmal näher mit dem Thema „Gesetz der Anziehung“ (hier geht es zu meiner ultimativen 3-Schritte-Anleitung!) befasst hast, dann wirst du spätestens jetzt erkennen, dass du dir durch deine Lästereien bisher immer selbst Steine in den Weg gelegt hast. Wir können nicht Positives und Großartiges in unser Leben ziehen wollen, aber das Gegenwärtige mit Füßen treten. Es ist wie in der Hundeerziehung: Der Hund bekommt den Keks für gutes Verhalten. Und nicht für Schlechtes.

Lästern – Was kann man dagegen tun?

Vielleicht habe ich dein Weltbild nun etwas durcheinandergebracht und du fragst dich, was du tun kannst, um zukünftig die Pfoten vom Lästern zu lassen? Die folgenden Tipps haben mir damals dabei geholfen.

Erkenne was die Gründe für dein Lästern sind

Lästern was kann man dagegen tun?

Reflektiere kritisch, wieso du überhaupt lästerst. Warum ist dein Leben zurzeit nicht ausgefüllt, sodass du dich lieber mit dem der anderen Menschen beschäftigst? Gehe auf die Suche nach den Gründen für deine Unzufriedenheit und für deinen Neid! Es wird dir wie mir gehen: Man entdeckt Erstaunliches über sich selbst.

Sich ein anderes Umfeld suchen

Ich sage es immer wieder: Wir sind, mit wem wir uns umgeben. Wir können dem Leben nicht positiv zugewandt sein wollen, aber ein soziales Umfeld haben, was uns energetisch herunterzieht. Erinnere dich: Alles ist mit allem verbunden. Die negative Energie von unserem engsten Kreis geht früh oder später auf uns über. Ich habe dies beispielsweise damals sehr stark bei einer Freundin gemerkt, die bezüglich des Themas Männer immer gesagt hat: „Schau uns an! Uns will keiner haben!“. Nur weil wir zu diesem Zeitpunkt beide Singles waren. Irgendwann habe ich dieses Denken übernommen und es – glücklicherweise nur eine sehr kurze Zeit – geglaubt.

Wenn du also gegenwärtig nur mit Lästerschwestern befreundet bist, suche dir andere Freunde. Mache Schluss mit den Energievampiren aus deinem Umfeld! Umgebe dich stattdessen mit positiven Menschen, die ein so spannendes und erfülltes Leben führen, dass sie es gar nicht nötig haben, abfällig nach rechts und links zu andere zu blicken. Das sind Personen, die mich mittlerweile wirklich inspirieren. Mit denen ich gerne meine Zeit verbringe. Die meine Interessen nicht nur akzeptieren, sondern den Blog und mich auch weiter beflügeln. Danke, dass es euch gibt!

Buchtipps – Lästern

Oft geht das Lästern mit einer Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben einher. Deshalb habe ich dir hier einmal ein paar sehr lesenswerte Bücher zu diesem Thema verlinkt!

Franziska Scheel – Dankbarkeit als Gamechanger: Wie du im Leben von der Mangelhaltung in die Fülle gelangst*

Eckhart Tolle – Jetzt! Die Kraft der Gegenwart: Ein Leitfaden zum spirituellen Erwachen*

Andrea Weidlich – Der geile Scheiß vom Glücklichsein: Wie man das Glück nicht sucht und trotzdem findet*

Fazit – Mit Lästern schadest du dir nur selbst

Ich hoffe sehr, dass dir dieser Blogbeitrag gefallen hat und dich dazu anregen konnte, das Lästern zukünftig an den Nagel zu hängen. Zugegeben: Ja, am Anfang ist es schwierig. Vor allem wenn man sich in einem Kreis von Menschen bewegt, bei denen das abfällige Reden über andere zum täglichen „guten Ton“ gehört. Aber: Letztendlich wird es sich für dich lohnen!

Wie stehst du zum Thema Lästern? Und hast du auch viele Freunde, die immer wieder schlecht über andere Menschen reden? Wie gehst du damit um? Schreib‘ mir doch gerne unten in den Kommentaren! Es würde mich wirklich sehr interessieren!

Ich freue mich wie immer sehr von dir zu lesen und sage bis dahin

be grateful!

deine Franzi

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