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Persönlichkeitsentwicklung

Herbstblues – 7 Tipps, die deine Stimmung sofort aufhellen werden

Die Tage werde kürzer und die wenigen Sonnenstunden können, wenn überhaupt, an einer Hand abgezählt werden. Mit dem sonnigen Tageslicht schwindet parallel auch die gute Laune. Dir kommt das bekannt vor? Dann bist vermutlich auch du vom Herbstblues bzw. der Herbst-Winter-Depression betroffen. Was es damit genau auf sich hat, welche Symptome dazu gehören und was du gegen den Herbstblues tun kannst, erfährst du im heutigen Blogpost!

Was ist der Herbstblues und was sind die typischen Symptome?

Lässt sich ein Stimmungstief wiederkehrend einer festen Zeit im Jahr zuordnen, spricht man von einer saisonal bedingten Depression. Viele Menschen fühlen sich besonders in der Zeit von Oktober/November bis Februar antriebslos, dauermüde und ein ganzes Stück unglücklicher, als in den hellen Monaten. Vor allem für Menschen, die erblich bedingt, sowieso schon eine Anfälligkeit für depressive Verstimmungen o.ä. haben, sind diese Monate wirklich eine Herausforderung.

Ich kenne das Ganze nur zu gut. Sobald es draußen düster, nass und kalt wird, sinkt mein normalerweise natürlicher Frohsinn in den Keller. Ich fange an zu Grübeln, neige zum Eigenbrötler sein und bin viel dünnhäutiger als sonst. Mein Gefühlsleben gleicht teilweise einer Achterbahnfahrt. Da ich zudem an PMS leide, trifft es mich hormonbedingt doppelt hart. Generell: Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Frauen häufiger und stärker von einer Herbst-Winter-Depression betroffen sind als Männer. Also Mädels, ich fühle mit euch!

Doch warum kommt es in der dunklen Jahreszeit überhaupt zu der Stimmungsflaute und was kann man dagegen tun?

Hormone als Ursache für den Herbstblues

Serotonin und Melatonin als Grund für den Herbstblues

Schuld daran ist das Hormon Melatonin („Schlafhormon“), welches bei anhaltender Dunkelheit vermehrt vom Körper produziert wird und uns dann bereits tagsüber suggeriert: „Ab‘ ins Körbchen, jetzt ist Schlafenzeit!“. Die Folge: Du bist schläfrig, antriebslos und total unmotiviert. Der Gegenspieler des Melatonins ist das Serotonin („Glückshormon“). Serotonin ist ein Botenstoff, welcher bei Übertragungen im Gehirn eine wichtige Rolle spielt. Das Hormon wirkt nicht nur stimmungsaufhellend, sondern auch antidepressiv und fördert den eigenen Tatendrang. Leider sorgt gerade die vermehrte Dunkelheit am Tag dafür, dass es zu einem Mangel des Botenstoffes kommt. Wo wir auch schon bei meinem liebsten Tipp gegen den Herbstlues angekommen wären:

Tageslicht tanken, um den Herbstblues zu vertreiben

Tageslicht kurbelt die Serotonin-Produktion an – ein echter Glücksmagnet

Die gute Nachricht: Serotonin wird unteranderem bei einer Tageslichtzufuhr wieder vermehrt vom Körper gebildet. Jeder Kontakt mit Tageslicht trägt somit positiv zu deiner Stimmung bei. Früher dachte ich übrigens immer, dass es für eine förderliche Wirkung zwingend des strahlenden Sonnenscheins bedarf. Dem ist aber nicht so. Zur Erklärung: Die Lichtleistung wird klassisch in der Einheit Lux angegeben. Auch an für uns vermeintlich düsteren Herbst- oder Wintertagen liegt der Lux-Wert noch bei 2.500 – 3.500. Zum Vergleich: Deine Wohnung hat meist nur einen mickrigen Lux-Wert von 500 bis 600. Bezüglich der Wohnung kann ich dir für die dunkle Jahreszeit wärmstens eine Lichttherapielampe empfehlen. Wir haben seit mehreren Jahren eine zuhause und gerade morgens hilft sie sehr dabei, dass man in die Gänge kommt. Diese speziellen Lampen gibt es übrigens schon für wenig Geld auf Amazon zu kaufen!

Heißt nun unterm‘ Strich für dich: Lampe kaufen und/oder Stubenhocker-Dasein schleunigst aufgeben! Wo wir auch schon bei meinem nächsten Tipp wären …

Bewegung, Bewegung und achja … Bewegung!

Lauf‘ dem Herbstblues einfach davon!

Schon 15 Minuten Bewegung reichen pro Tag aus, damit du dich nachweislich besser fühlst. Ich integriere meine erste Bewegungseinheit z. B. schon in meine Morgenroutine und muss wirklich sagen, dass mir vor allem das Laufen und Spazieren gehen sehr guttun. Meistens höre ich nebenbei einen inspirierenden Podcast (Ich kann dir hier sehr die Greator-Podcasts empfehlen) und fühle mich in 9/10 Fällen nach einer Bewegungseinheit wieder besser. Meine Bewegungseinheiten sehen pro Woche beispielweise ungefähr so aus:

  • Montag: Spaziergang
  • Dienstag: Joggen
  • Mittwoch: Workout (Oberkörper)
  • Donnerstag: Workout (Unterkörper)
  • Freitag: Spaziergang
  • Samstag: Joggen
  • Sonntag: Workout (Oberkörper)

Das ist ein Beispiel. Die Abfolgen können je nach Tagesform natürlich auch wechseln. Du siehst: Ich baue jeden Tag eine kleine Aktivität in meinen Tag ein. Dadurch fühle ich mich nicht nur stimmungsmäßig ausgeglichener, sondern tue auch meiner Gesundheit etwas Gutes! Also: Schuhe an und los!

Warme Farben für warme Gedanken

Eine Farbtherapie gegen die saisonal bedingte Depression einsetzen

Zugegeben: Im Vergleich zu früher sieht mein Kleiderschrank mittlerweile eher gedeckt aus. Ich liebe Kleidung in Weiß, Creme, Nude, Beige, Schwarz und anderen eher neutralen Tönen. Aber: Ich gehe den „Neutrals“ auch gerne mit feurige Farben wie Rot, Orange und Gelb fremd. Und erstaunlicherweise greife ich automatisch vermehrt im Herbst und Winter zu den farbigen Teilen meines Kleiderschranks. Vor kurzem stieß ich dann per Zufall auf das Thema Farbtherapie und muss wirklich sagen, dass ich die Effekte bestätigen kann. Die Farbtherapie sagt, dass jede Farbe auf die menschliche Psyche eine bestimmte Wirkung hat. So setzt man in der Therapie beispielweise Rot bei empfundener Müdigkeit, Gelb bei Niedergeschlagenheit und Orange insgesamt als Stimmungsaufheller ein. Somit als Tipp für dich: Lass‘ die „All black“-Outfits für die nächste Zeit im Schrank und widme dich eher den warmen Farbtönen für deine Looks zu.

Du bist was du isst

Vitamine – Die Portion „Extrapower“ an düsteren Tagen

Ich habe seit ein paar Wochen meine Ernährung umgestellt und achte, grob zusammengefasst, noch mehr als sowieso schon darauf, genügend der wichtigsten Vitamine und Nährstoffe zu mir zu nehmen. Nicht nur mein Hautbild hat sich stark verbessert, sondern parallel auch meine Stimmung. Ich fühle mich zur Zeit sehr energetisch und voller Elan, sogar mein sonst heilig zelebrierter Mittagsschlaf ist mittlerweile nicht mehr nötig. Das hat mir einmal mehr gezeigt: Du bist was du isst! Eine gesunde vitaminreiche Ernährung versorgt dich mit der nötigen Portion Extrapower, die du an den dunklen Tagen benötigst. Wie sagt man so schön: Je bunter der Teller ist, desto besser (…die nächste Gelegenheit für dich, die Farbtherapie anzuwenden 😉). Achte zudem darauf, dass du genügend Flüssigkeit zu dir nimmst. Dehydration fördert sonst zusätzlich das Schlappheitsgefühl. Und dem willst du ja nach diesem Blogpost den Kampf ansagen!

Dance it out! – Happy Hits

Bring‘ deine Glückshormone durch Tanzen in Schwung

Wie wir bereits oben gelernt haben, hat Bewegung einen positiven Effekt auf die Psyche. Aber auch Musik darf nicht unterschätzt werden! Wieso dann nicht ab sofort beides miteinander kombinieren? Einfach mal die Musikbox aufdrehen und trällernd durch die eigenen vier Wände hüpfen. Prädestiniert sind dafür Lieder wie Pharrell Williams „Happy“ oder alles an Musik, was nicht melancholisch ist, sondern dir direkt gute Laune macht. Ich höre beispielweise total gerne Lieder aus den 70ern, 80ern und 90ern. Aktuell bin ich z. B. auf einem totalen Queen-Trip. Ich tanze also regelmäßig wild zu den Hits hier durch die Wohnung. Sieht vielleicht alles andere als sexy aus, aber das ist mir wie immer total egal. Denn wichtig ist nur eins: Gute Laune. Und die bekommst du dadurch – Versprochen!

Deine Stimmung annehmen

Akzeptanz ist wie immer der Schlüssel zum Glück

Klingt simpel, hilft aber. Je mehr du gegen deine schlechte Stimmung ankämpfst, desto schlimmer wird es meistens. Ich kenne das selbst von mir. Da ich mich ja nun schon länger mit Methoden, Techniken und insgesamt Inhalten aus dem Bereich Persönlichkeitsentwicklung beschäftige, hatte ich lange Zeit bei schlechter Stimmung den folgenden Gedankengang: „Mensch Franzi, du weißt doch wie unnötig schlechte Laune ist! Und du kennst X Techniken und Tipps, wie du ihr entgehst!“. Ich habe mich hier stückweit selbst unter Druck gesetzt und das hat die miese Stimmung nur noch verschlimmert.

Daher kann ich dir nur den Tipp geben: Nimm‘ deine Gemütslage an. Du bist kein Clown, dem jeden Tag die Sonne aus dem Allerwertesten scheinen muss. Auch mal einen schlechten Tag zu haben ist absolut menschlich und normal. Wichtig ist nur, dass du dich in der schlechten Gemütsverfassung nicht hängen lässt bzw. dich von ihr dominieren lässt. Also: Stimmung annehmen, Emotionen einmal intensiv durch den Körper laufen lassen und dann aktiv eine der bereits genannten Maßnahmen ergreifen!

Höre verstärkt auf die eigenen Bedürfnisse

Du hast ein verstärktes „Einkuschelbedürfnis“? – Geh‘ ihm nach!

Wenn der Herbstblues mich so richtig erwischt hat, bekomme ich beispielweise unglaublich oft das Bedürfnis, es mir bei Kerzenschein gemütlich zu machen, Baden zu gehen und einen schönen Film zu schauen. Dann stehen Liebesklassiker wie „Während Du schliefst“ oder auch lustige Filme wie „Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser“ ganz weit oben auf meiner Liste. Und normalerweise bin ich gar nicht mehr die große Fernseh- oder Filmguckerin. Dennoch höre ich dann auf meine Intuition und gehe dem Bedürfnis nach. Und siehe da: Meine Stimmung hellt sich direkt auf. Unser Körper weiß, was gut und richtig für uns ist. Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn die Herbst-Winter-Depression im vollen Gange ist, sollten wir allem Nachgehen, was sich gut für uns anfühlt.

Übrigens ist es auch völlig normal, dass du im Herbst und Winter vermehrt Lust auf Süßes hast. Der Körper versucht den Serotonin-Mangel durch Zucker zu kompensieren. In z. B. Schokolade oder Kakao ist zwar an sich nicht direkt Serotonin enthalten, es entsteht aber bei deren Abbauprozessen. So können die Gehirnzellen mit dem Hormon versorgt bzw. neu beliefert werden. Du siehst hier erneut deutlich: Der Körper hilft sich meistens schon selbst. Hör‘ einfach auf ihn und seine Bedürfnisse. Kleiner Tipp: Wenn du morgens, so wie ich, gerne Porridge isst, misch doch das nächste mal etwas schwach entöltes Kakaopulver (…unteranderem für wenig Geld bei dm zu bekommen) und Zimt hinzu. Das schmeckt nicht nur himmlisch gut, sondern ist auch ein echtes Soulfood! Yummy!

So, das wars‘ für heute von mir! Ich hoffe du konntest aus dem Blogbeitrag den ein oder anderen Tipp für dich mitnehmen und gehst nun aktiv gegen den Herbstblues vor. Was mich noch interessieren würde: Was hilft dir am besten bei einem Stimmungstief? Wendest du vielleicht schon einen der Tipps aus diesem Beitrag an?

Ich freue mich wie immer von dir zu hören!

Bis dahin: be grateful!

deine Franzi

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