Entscheidungen treffen: Mit diesen 3 Methoden ab sofort für dich kein Problem mehr!

Täglich stehen wir in diversen Bereichen unseres Lebens vor der Qual der Wahl. Sei es bei der Arbeit, im Supermarkt oder zuhause im familiären Umfeld. Allein die morgendliche Frage „Was ziehe ich heute an?“ erfordert reichliches Abwägen und am Ende einen finalen Beschluss. Entscheidungen zu treffen gehört also schlichtweg zu unserem Alltag dazu. Was dem einen jedoch leicht von der Hand geht, ist für den anderen eine regelrechte Tortur. Bereits der Blick auf die üppige Speisekarte des Lieblingsitalieners sorgt dann, aufgrund der empfundenen Unschlüssigkeit, für kleine Panikattacken. „Pizza Hawaii? Die esse ich hier immer … Aber vielleicht sollte ich auch einfach mal etwas Neues probieren? Nur was ist, wenn mir die andere Pizza dann gar nicht schmeckt …?“.

Kommt dir dieser Gedankengang bekannt vor? Hast du regelmäßig Probleme dabei, kleinere als auch größere Entscheidungen zu treffen? Dann ist der heutige Blogbeitrag genau der Richtige für dich. Ich möchte dir heute gerne meine drei liebsten Methoden vorstellen, mit denen dir das Entscheidungen treffen zukünftig leichter fallen wird.

Warum ist es überhaupt wichtig, dass wir Entscheidungen treffen?

Warum muss man Entscheidungen treffen _Persönlichkeitsentwicklung

Kurzum: Um uns mental selbst zu entlasten. Vielleicht kennst du das auch: Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung. Beispielweise hast du festgestellt, dass dein Beruf für dich nicht mehr der Richtige ist. Jeden Tag schleppst du dich lustlos zur Arbeit, sehnst dich schon heute nach dem gebuchten Urlaub auf Mauritius oder hast einen Countdown mit den Tagen bis zum Renteneintritt erstellt. Das sind alles Warnzeichen, die dir zeigen: Es wird Zeit für eine Veränderung. Oftmals lebst du dann gerade nicht deine wahre Berufung. Leider sind es aber gerade diese wichtigen Entscheidungen, welche viele Menschen vorerst auf die lange Bank schieben. Die Gründe hierfür sind bei vielen die Angst vor einer Veränderung und auch schlichtweg Bequemlichkeit. Was hier auf den ersten Blick vielleicht nicht direkt ersichtlich ist: Mit dem Aufschieben von Entscheidungen schadest du dir im Endeffekt nur selbst.

Wichtige Entscheidungen treffen, damit dein Geist zur Ruhe kommt

Der Geist ist, bewusst oder unterbewusst, bei einer aufgeschobenen Entscheidung ständig mit dem Problemzustand beschäftigt. Er ist ruhelos. Was ja auch völlig verständlich ist: Wir Menschen kommen mit unvollendeten oder ungeklärten Zuständen nicht gut zurecht. Das Gedankenkarussel dreht sich dann ununterbrochen und die aufgeschobene Entscheidung beeinflusst irgendwann unseren gesamten Alltag. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich vor der schweren Entscheidung stand, mich von meinem letzten Partner zu trennen. Ich hatte zu der Zeit Schlafprobleme, wirre Träume und war ständig hibbelig und unkonzentriert. Erst als ich den finalen Beschluss gefasst habe, die Trennung vorrüber und einige Zeit verstrichen war, ging es mir wieder besser. Ich fühlte mich befreit und mir fiel damals der berüchtigte Stein vom Herzen. Erst dann wurde mir bewusst, wie sehr mich diese aufgeschobene Entscheidung belastet hat.

Im Endeffekt bremst und blockiert man sich durch das Aufschieben einer Entscheidung nur selbst. Man ist nicht mehr Herr seiner Selbst und gedanklich nicht mehr frei. Wessen Gedanken ständig um „Problem XYZ“ kreisen, der gibt zudem auf Dauer eine gewaltige Menge Energie ins‘ Leere ab. Energie, mit der du in derselben Zeit so viel mehr anstellen und erreichen könntest.

„Warum fällt es gerade mir schwer, Entscheidungen zu treffen?“

Stellst du dir vielleicht öfter diese Frage? Dann kann ich dich zuerst einmal beruhigen: Auch du bist bereits Meister*in im Entscheidungen treffen! Jeder Mensch trifft täglich knapp 20.000 Entscheidungen. Viele blitzschnell, sodass wir diese noch nicht mal als solche wahrnehmen.

Dennoch: Ja, manche Menschen können schneller Entscheidungen treffen als andere. Hierfür gibt es diverse Gründe, welche von Mensch zu Mensch variieren können. Dennoch: Wer Probleme damit hat, Entscheidungen zu treffen, hat meistens unterbewusst Angst. Beispielsweise Angst davor, den Konsequenzen der Entscheidung nicht gewachsen zu sein, Angst vor Veränderungen oder auch schlichtweg Angst davor, sich falsch zu entscheiden. Oft spielen aber auch das Selbstbewusstsein der Person oder die individuellen Referenzerlebnisse eine wichtige Rolle.

Wer ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein hat, dem fallen auch größere Entscheidungen leichter. Jene Menschen sind so überzeugt von sich und ihren Taten, dass ein mögliches Scheitern erst gar nicht in Betracht gezogen wird. Auch hier gilt: Du bist, was du denkst. Deshalb funktioniert das Gesetz der Anziehung ja auch so gut. Aber auch positive Referenzerlebnisse aus der Vergangenheit begünstigten es, besser und schneller ähnliche Entscheidungen erneut treffen zu können. So wird vermutlich eine Person, welche schon einmal in eine fremde Stadt gezogen ist, weniger Probleme bei der Entscheidung für einen erneuten Umzug haben, als eine Person, welche bisher ihr gesamtes Leben am Geburtsort verbracht hat.

Da sich tief sitzende Angstmuster allerdings nicht von heute auf morgen auflösen lassen und auch der Aufbau des eigenen Selbstbewusstseins ein langwieriger Prozess ist, möchte ich dir gerne die folgenden 3 Methoden an die Hand geben, mit denen du schon heute leichter Entscheidungen treffen kannst.

3 Methoden, um leichter Entscheidungen zu treffen

Die 5-Sekunden-Regel von Mel Robbins

5-Sekunden-Regel, Entscheidungen treffen

Mel Robbins ist eine US-amerikanische Unternehmerin, Autorin und weltweit bekannte Speakerin. Die von ihr entwickelte 5-Sekunden-Regel (Klicke hier* um zum Buch zu gelangen) ist eigentlich eine Methode gegen Prokastination. Da Entscheidungen zu treffen aber meiner Meinung nach Hand in Hand mit der Aufschieberitis geht, kann man die Regel auch super darauf übertragen.

Wie funktioniert die Methode?

Die Methode ist recht simpel. Übertragen auf unsere Entscheidungen: Sobald du vor einer Entscheidung stehst, sprichwörtlich die Qual der Wahl hast, hört du auf den ersten Impuls, den du verspürst. Ab diesem Zeitpunkt zählst du von 5 bis 0 herunter und setzt den Impuls dann konsequent in die Praxis um. Beispiel: Du gehst die Straße entlang. Dir kommt ein Mann/eine Frau entgegen, der/die dir sofort total gefällt. Dein erster Gedanke: „Den/Die würde ich total gerne kennenlernen!“. Du empfindest also Anziehung und den Impuls, die jeweilige Person anzusprechen. Und ab jetzt läuft die Uhr. Du zählst von 5 bis 0 herunter und sprichst dein Gegenüber dann direkt ohne Umschweife an.

Stückweit überlistet man mit dieser Methode das eigene Gehirn. Nach Ablauf der 5 Sekunden kommen nämlich meistens die ersten Zweifel und Gedanken auf, ob das die richtige Entscheidung ist oder nicht. Man sollte demnach sofort ins‘ Handeln kommen und dann konsequent bei dem Beschluss bleiben. Mel Robbins Technik arbeitet somit stark damit, auf das eigenen Bauchgefühl bzw. auf den ersten empfundenen Impuls zu hören.

Die Methode eignet sich besonders für kleine Alltagsentscheidungen, welche keine weitreichenden Konsequenzen haben und schnell getroffen werden können bzw. sollten. Für lebensverändernde Beschlüsse ist die Methode nicht passend.

Die Pro- und Contra-Liste

Pro-Contra-Liste, Entscheidungen treffen

Simpel und weitreichend bekannt. Aber: Sehr Effektiv! Da ich generell eine fanatische Listenschreiberin bin, greife ich sehr gerne auf diese Methode zurück. Sie hat mir beispielweise „damals“ geholfen, mich zwischen zwei Studiengängen und somit auch zwei verschiedenen potenziellen Wohnorten zu entscheiden.

Wie funktioniert die Methode?

Zuerst wird für das Problem eine Frage fomuliert, welche den Problemkern zusammenfasst. Beispiel: „Welche Vor- und Nachteile hätte die Kündigung meines aktuellen Jobs für mich?“. Dann nimmst du dir ein Blatt Papier, malst eine zweispaltige Tabelle und beschriftest die Köpfe der Tabellenspalten einmal mit „Pro“ und einmal mit „Contra“. Anschließend geht es ans‘ Eingemachte. Objektiv und vor allem ehrlich listest du dann die jeweiligen Vor- (Pro) und Nachteile (Contra) in die jeweilige Tabellenspalte auf. Wichtig ist hier wirklich, dass man die Punkte aufschreibt. So führt man sich die Argumente aktiv selbst vor Augen.

Anschließend werden die Punkte abgewägt. Auch hier ein Hinweis: Nur weil du nun vielleicht eine prall gefüllte Liste mit Pro-, aber kaum Contra-Argumenten vor dir liegen hast, bedeutet dies nicht, dass das Ergebnis nun schon eindeutig ist. So kann, bezogen auf das Beispiel mit der Jobkündigung, vielleicht ein Contra-Argument sein, dass dann laufende Kredite und Kosten nicht mehr bezahlt werden können. Zwar befürworte ich immer eine gewisse Risikobereitschaft, da in der Komfortzone kein persönliches Wachstum entsteht, wenn die Entscheidung aber Existenzen gefährdet (z. B. die restlichen Familienmitglieder, mögliche Mitarbeiter o.ä.) ist das Ganze zu überdenken. So kann beispielweise ein einziges Contra-Argument 5 ihm gegenüber stehende Vorteile in den Schatten stellen. Daher: Wäge die Punkte gut ab!

Die 10/10/10-Methode von Suzy Welch

10/10/10-Methode, Entscheidungen treffen

Diese Methode finde ich persönlich super spannend und hilfreich, da sie einen klaren Fokus auf die Konsequenzen der getroffenen Entscheidungen legt. Man schaut demnach stückweit in die Zukunft, aber dazu gleich mehr. Die 10/10/10-Technik (Klicke hier* um zum Buch zu gelangen) wurde von der Amerikanerin Suzy Welch entwickelt. Sie ist die Ehefrau des 2020 verstorbenen Unternehmers Jack Welch und ist unteranderem für Tätigkeiten als Autorin, Wirtschaftsjournalistin und Speakerin bekannt.

Wie funktioniert die Methode?

Auch hier wird wieder eine Frage formuliert, welche den Kern des Problems behandelt. Als Beispiel hier gerne wieder die potenzielle Kündigung des Jobs, mit dem man unzufrieden ist. Anschließend werden erst einmal alle Fakten und Informationen rund um das Problem zusammengetragen. Dies könnten in dem Fall beispielweise Fakten zum Job sein, zur eigenen Personen, zur finanziellen Lage etc. Es wird sich somit ein Rundumblick verschafft. Anschließend folgt der eigentliche Kern der Methode: Der Blick in die Zukunft. Hier wird dann auch deutlich, woher die Technik den Namen „10/10/10“ hat. Es werden nämlich die 3 folgenden zeitlichen Konsequenzen betrachtet:

  1. Welche Folge hat meine Entscheidung in den nächsten 10 Minuten?
  2. Welche Folge hat meine Entscheidung in den nächsten 10 Monaten?
  3. Welche Folge hat meine Entscheidung in den nächsten 10 Jahren?

Es werden somit kurz-; mittel- und langfristige Konsequenzen überdacht. Angewandt auf unser Beispiel mit der Jobkündigung, könnten die erwarteten positiven Konsequenzen wie folgt aussehen:

  1. Nach 10 Minuten: Freude und ein befreites Gefühl, dass die schwierige Entscheidung endlich getroffen worden ist.
  2. Nach 10 Monaten: Man hat möglicherweise eine neue Anstellung gefunden, ist dabei umzuschulen, ist durch den neuen Lebensfluss mutiger geworden und hat ein eigenes Unternehmen gegründet o.ä.
  3. Nach 10 Jahren: Man hat beruflich durch die damalige Kündigung einen völlig anderen Weg eingeschlagen, ist durch die empfundene Erfüllung nun beruflich sehr erfolgreich und auch privat hat sich die Stimmung stark verbessert, da die eigene schlechte Dauerlaune passé ist.

Meiner Meinung nach eignet sich die Methode aufgrund der Zukunftsbetrachtung besonders für komplexe und lebensverändernde Entscheidungen. Solche, die das eigene Leben um 180°C umkrempeln. Für einfache Alltagsentscheidungen ist sie allerdings sehr aufwendig. Hier ist dann eher die 5-Sekunden-Regel geeignet.

So und das wars‘ für heute von mir. Ich hoffe, dass dir diese 3 Techniken genauso gut gefallen wie mir und dir zukünftig das Treffen von Entscheidungen erleichtern werden. Falls du sie anwendest, würde ich mich sehr über dein Feedback unten in den Kommentaren freuen. Was mich aber noch interessiert: Kennst du weitere Methoden und Techniken, die es dir erleichtern, Entscheidungen zu treffen? Ja? Dann teil‘ diese doch ebenfalls sehr gerne unten in den Kommentaren mit uns.

Ich freue mich von dir zu hören!

Bis dahin: be grateful!

deine Franzi

P.S. Sind wir eigentlich schon auf Facebook und Pinterest vernetzt? Nein?! Dann wird es aber höchste Zeit! 😉

[In diesem Beitrag befinden sich Affiliate-Links, welche mit einem * dahinter gekennzeichnet sind. Solltest du das Produkt über den Affiliate-Link kaufen, erhalte ich dafür eine Provision. Für dich ändert sich jedoch nichts. Das Produkt wird also nicht teurer. Wenn du das Produkt ohnehin kaufen möchtest, würde ich mich sehr freuen, wenn du es über meinen Link erwirbst! So unterstützt du mich und meinen Blog und ich kann auch weiterhin solche Artikel für dich schreiben! Ich danke dir ❤️]

Das könnte dich auch interessieren …

2 Antworten

  1. 28. November 2020

    […] Alle Lebensbereiche haben so ihre Lücken und Graubereiche. So hat auch die Aufschieberitis einen kleinen Bug, den man sich zu Nutze machen kann. Nämlich (*Trommelwirbel*): Den zeitlichen Aspekt. Statt ein Problem lange auf die Bank zu schieben, geh‘ es lieber direkt an. Dieser Tipp ist stark an die 5-Sekunden-Regel angelehnt. […]

  2. 14. Februar 2021

    […] mit einem hohen Selbstvertrauen treffen leichter Entscheidungen, eben weil sie sowieso von einem für sich günstigen Ausgang der gegenwärtigen Situation […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.