Einfach mal machen, könnte ja gut werden! – 5 Strategien, wie du endlich in die Gänge kommst

Bestimmt kennst du das: Du hast große Pläne, deine Gedanken beschäftigen sich mit der Vorstellung, wie es wohl wäre, schon am Ziel angekommen zu sein. Die Ideen sprudeln aus dir heraus, allerdings weißt du nicht recht, wie du überhaupt starten sollst. Vor lauter Bäumen siehst du den Wald nicht, dein Vorhaben erscheint dir sehr ambitioniert, weil es so groß und umfangreich ist.

„Wo fange ich überhaupt an?“

Allein der Gedanke daran, wie du nun überhaupt starten sollst, ermüdet dich und du fühlst dich von der bevorstehenden Arbeit erschlagen. Du beschließt, dieses Vorhaben erstmal auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

„Wenn ich mit der Ausbildung fertig bin, werde ich bestimmt mehr Zeit dafür haben.“

„Erstmal noch ein bisschen den Markt beobachten, bevor ich loslege.“

„Gerade ist es sehr stressig in der Arbeit, jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen.

Ich vergleiche diesen Prozess gerne mit dem Wandern. Ich lebe hier in einem Tal zwischen Ost- und Westalpen und bin daher von Bergen umgeben. Ich liebe es zu wandern. Die unberührte Natur, die Stille in den Wäldern und die mächtigen Felsen geben mir Kraft, erden und lassen mich gleichzeitig entspannen und in mich gehen. Wenn ich mir vornehme, einen neuen Berg zu erklimmen und von ganz unten zum Gipfel emporblicke, schwindet meine Vorfreude oft für einen kurzen Augenblick und eine gewisse Demotivation macht sich breit, wenn ich sehe, welch langer und steiler Weg mir noch bevorsteht, ehe ich die großartige Aussicht vom Gipfelkreuz ins Tal hinab genießen kann (neben der sportlichen Betätigung mein Hauptantrieb für lange Wanderungen). Kommt dir dieses Gefühl bekannt vor?

Dann jedoch beginne ich mich zu fokussieren, sehe mir den Weg an und setze mir kleine Zwischenziele. Währenddessen setze ich einen Fuß vor den anderen und beginne mit den ersten Schritten. Kaum blicke ich das erste Mal zurück, habe ich meist schon einen beträchtlichen Teil der Strecke erledigt. Es ist wie eine Art Mentaltraining für mich. Ich versuche, nicht ständig an den Gipfel (das Ziel in weiter Ferne) zu denken, sondern konzentriere mich ausschließlich auf die nächsten Schritte. Hast du deine Gedanken diesbezüglich erst einmal im Griff, wirst du schnell merken, wie ein gewisser Flow-Zustand einsetzt, in dem du einfach wanderst, ohne an den noch bevorstehenden, langen Weg, die Mühen oder Blasen an den Füßen zu denken.

Hier also gleich mein erster Tipp: Leg los! Mach‘s einfach. Jetzt!. Warte nicht auf den perfekten Moment, denn dieser wird nicht kommen. Der Vorteil? Während andere noch vor Ehrfurcht erstarrt zum Berggipfel blicken, hast du dich schon auf den Weg gemacht und wirst auch eher oben angekommen sein. Und eines kann ich dir mit Sicherheit sagen: Der großartige Ausblick und das Gefühl des Gipfelsieges (Das Erreichen deines Ziels) lohnt sich jedes Mal und ist jede Mühe wert!

5 Strategien, wie du endlich in die Gänge kommst

Ich möchte dir im Folgenden fünf praxiserprobte Strategien mit an die Hand geben, wie du es schaffst, endlich in die Gänge zu kommen.

1. Gewinne Klarheit

Schon Napoleon Hill, ein bekannter US-amerikanischer Schriftsteller, sagte, dass Klarheit das womöglich wichtigste Prinzip in der persönlichen Produktivität darstellt. Dass manche Menschen ihre Aufgaben schneller und besser erledigen können als andere, liegt vorwiegend daran, dass diese sich ihre Ziele stark verinnerlicht haben und genau wissen, was sie möchten. Je klarer du dein Ziel vor Augen hast, desto genauer weißt du, was du willst und auch was nötig ist, um es zu erreichen.

  • Setze dir klare Fristen und definiere die Dringlichkeit. Oft verschwenden wir viel Zeit damit, unwichtige Dinge sehr gut zu machen, die aber eigentlich gar nicht gemacht werden müssten. (mehr dazu unter Punkt 4)
  • Erstelle eine To-Do Liste und ordne sie nach Prioritäten
  • Gehe sofort in die Umsetzung – starte perfekt unperfekt!
  • Mache jeden Tag etwas für dein Ziel und entwickle dadurch eine Routine

2. Setze die richtigen Prioritäten

Oft fällt es uns schwer, die richtigen Prioritäten zu setzen. Entweder weil wir nicht wissen, was wir wirklich wollen oder weil unser Horizont zu kurzfristig ist und wir uns öfter für kurzzeitige Befriedigungen entscheiden anstatt das große Ziel im Auge zu behalten.

Weiters haben viele Menschen Probleme mit Prioritäten, weil sie sich nicht gegen etwas entscheiden können. Sich für etwas zu entscheiden bedeutet gleichzeitig, dass man sich gegen das andere entscheidet. Wer sich immer alle Türen offen hält wird sein Leben im Flur verbringen.

Wichtig zu wissen ist, dass es beim Setzen von Prioritäten grundsätzlich kein Richtig oder Falsch gibt. Alles ist abhängig von deinem persönlichen Ziel. Überlege dir also genau, was dir wirklich wichtig ist im Leben und welche Entscheidung für dein großes Ziel am Förderlichsten ist.

3. Eat that frog

Nachdem du ein klares Ziel für dich definiert und die richtigen Prioritäten gesetzt hast, kommt der nächste wichtige Punkt für deinen persönlichen Erfolgsweg. Es geht an die Umsetzung! Sowohl deine Klarheit als auch deine Prioritäten bringen dir wenig, wenn du deinen Allerwertesten nicht hochbekommst und mit deinem Vorhaben zur Tat schreitest. Ein altbewährtes Prinzip ist hier die „Eat that frog“-Methode. Sie besagt, dass Dinge mit der höchsten Priorität – und das sind eben oft genau die unangenehmeren Aufgaben – zuallererst erledigt werden sollten. Dies hat vor allem zwei Gründe: Erstens bist du morgens konzentrierter und fokussierter und auch deine Motivation wird noch deutlich höher sein als nach fünf oder acht Stunden Arbeit.

4. Arbeite nach Pareto

Das 80/20 Prinzip oder auch Pareto-Prinzip ist ein statistisches Phänomen, das besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Aufwandes erreicht werden können. Im Gegensatz dazu bedeutet das natürlich auch, dass die restlichen 80% des Zeitaufwandes nur 20% der Ergebnisse einbringen. Dieses Prinzip lässt sich auf sehr viele Bereiche in unserem Leben ausweiten: Beispiele:

  • 20% der Bevölkerung besitzen 80% des Vermögens.
  • 80% aller Webseiten-Aufrufe konzentrieren sich auf 20% der Websites
  • 20% der Produkte in einem Möbelhaus sorgen für 80% des Umsatzes

Nicht selten passiert es, dass wir uns im Alltag in Details oder unwichtigen Teilaufgaben verlieren. Was für viele Menschen nicht verständlich ist:

Nur weil du viel machst bedeutet das nicht, dass du viel erledigt bekommst.

Oder anders gesagt: 100% deines Einsatzes bringt nicht immer dieselben Ergebnisse! Meine Devise lautet: Work smart, not hard!

Werde dir bewusst, welche Aktivitäten die meisten Ergebnisse einbringen und versuche nicht, jede Aufgabe zu 100% zu erledigen. Sei auch mal bereit, weniger wichtige Aufgaben zu delegieren. Auch dieses Prinzip zeigt einmal mehr auf, warum Perfektionismus nicht unbedingt eine positive Attitude ist.

5. Vergiss Multitasking

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Es gibt kein Multitasking. Unter diesem Begriff verbirgt sich lediglich die Fähigkeit, mit unserem Gehirn sehr schnell zwischen zwei Aufgaben hin und her zu schalten. Dass dies nicht sehr förderlich für unsere Produktivität ist und Energie kostet, scheint offensichtlich. Also: Versuche es erst gar nicht!

Erledige eine Aufgabe und widme dich erst danach der nächsten. Eine hilfreiche Methode kann hier die Pomodoro-Technik sein. Diese Technik ist ein 25-minütiger Zyklus, in denen du dich hoch konzentriert einer einzigen Aufgabe widmest. Im Anschluss gönnst du dir eine 5-minütige Pause, bevor du dich an die nächsten 25 Minuten machst. Auf 4 Pomodori folgt jeweils eine längere Pause von 20-30 Minuten.

Kenne den Wert deines Ziels

Du solltest dir klar werden, WARUM du ein von dir gesetztes Ziel überhaupt erreichen möchtest. Oft stellen wir fest, dass man etwas nur haben möchte, weil es sich gut anhört. Dies wird auf Dauer nicht ausreichen, um unsere intrinsische Motivation aufrecht zu erhalten. Johann Wolfgang von Goethe hat es schon treffend zusammengefasst:

„Jeder will etwas sein aber keiner will etwas werden!“

Viele Menschen möchten etwas haben oder etwas erreichen, sind aber nicht bereit, das zu tun, was nötig ist. Sie möchten erfolgreich in ihrem Business sein, sind aber nicht bereit, die Extrameile zu gehen. Sie möchten ein Instrument spielen können, es aber nicht lernen.

Entscheidend ist im Endeffekt deine Haltung, wie du mit Schwierigkeiten umgehst, die dir auf dem Weg dahin wiederfahren. Dazu ist es essentiell, dass du ein starkes WARUM hast.

Diese und weitere Strategien und Tipps, wie du dein Warum findest und endlich in die Gänge kommst, habe ich in meinem Ebook „DEIN NEUES ICH“ zusammengefasst. Du kannst es dir HIER kostenlos sichern. Wenn du dich für die Themen rund um das persönliche Wachstum interessiert, schau gerne ergänzend dazu auch auf meinem Blog vorbei.

Über den Autor

Hi, mein Name ist Lukas oder Luke. Aufgewachsen und wohnhaft bin ich im Westen Österreichs, in der Nähe vom schönen Bodensee.

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit verschiedensten Themen der Persönlichkeitsentwicklung. Dies führte auch dazu, dass ich 2020 meinen Beruf als Lehrer aufgegeben und mich mit meinem Green Business unabhängig gemacht habe. Seither begleite und unterstütze ich Menschen dabei, sich mit unserem schlüsselfertigen Konzept ein eigenes finanzielles Sidebusiness aufzubauen, um sich so ihre eigenen Visionen verwirklichen zu können. Seit Anfang 2020 betreibe ich zudem einen Blog, der sich den Themen Mindset, persönlichen Wachstum, Produktivität und Glück widmet.

Mehr über mich und meine Themen liest du auf Facebook, Pinterest oder Instagram.

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.