Ayurveda: Der Herbst und das Vata-Dosha

Ayurveda: Heute möchte ich dir ein paar Tipps geben, wie du mit der ayurvedischen Lebensweise gelassener durch den Herbst gehen und im Einklang mit dir und der neuen Jahreszeit leben kannst.

Zuerst aber erst einmal ein kleiner Einblick, was Ayurveda überhaupt ist.

Ayurveda – Was ist das eigentlich?

„Ayuh“ bedeutet Leben und stellt die Verbindung zwischen der körperlichen, sinnlichen, geistigen und spirituellen Daseins-Ebene dar. Im Ayurveda versucht man, alle Ebenen im Einklang zu bringen und seine Lebenszeit nachhaltig zu gestalten und voll auszuschöpfen.

„Veda“ bedeutet Wissen sowie auch innere Weisheit. Hier kommen aber auch die Naturgesetze hinzu. Man beobachtet die Natur und wendet deren Gesetze auf den Menschen an. Man versucht also im Flow mit den Zyklen, Rhythmen und Prinzipien der Natur zu leben. Dies umfasst z. B. die Tageszeiten, die Jahreszeiten, Lebensabschnitte und den weiblichen Zyklus.

Die ayurvedische Lehre umfasst aber auch z. B. menschliche Werte. Sind all die zuvor genannten Dinge im Einklang, erfährt man hierdurch persönliche Erfüllung. Ayurveda umschreibt somit den Einklang von Körper, Geist und Seele in Zusammenspiel mit den Naturgesetzen.

Außerdem spricht man im Ayurveda oft von folgenden Dingen:

Die 5-Elemente im Ayurveda

  • Erde
  • Wasser
  • Feuer
  • Luft
  • Äther

Die drei Doshas

  • Vata (Bewegungsprinzip = Luft & Äther)
  • Pitta (Umwandlungsprinzip = Feuer & Wasser)
  • Kapha (Stabilitättsprinzip = Erde & Wasser)

Dies ist natürlich nur ein kleiner Auszug. Wenn du mehr erfahren willst, schaue gerne direkt auf meinem Instagramkanal oder auf meiner Website vorbei.

Ayurveda: Das Vata Dosha im Herbst

Wie du anhand der oben genannten Doshas vielleicht schon erkennen kannst, herrscht hier das Vata Dosha vor. Draußen wird es zunehmend frischer, viele von uns bekommen eine trockene Haut oder haben Probleme mit den Gelenken. Es wird immer früher dunkel und wenn es Richtung Weihnachten geht, wird die Kälte auch immer durchdringender. Dies sind alles Eigenschaften, welche den Elementen Luft & Äther zugeschrieben werden. Daher brauchen wir gerade im Herbst & Winter ganz viel Erdung, Wärme und nährende Lebensmittel – das ist das A & O.

Vata Dosha beim Ayurveda

Lebensmittel

Wenn wir ganz tief in uns hineinhören, sehen wir uns gerade im Herbst und Winter zunehmend nach mehr Ruhe, dem Sofa, einem guten Buch, einer Tasse Tee und warmen Speisen. Genau die Dinge, die Vata ausgleichen und uns daher im Herbst und Winter auch so guttun. Es hat also seinen Grund, warum unsere Großeltern damals schon die heimischen Gemüsesorten genutzt und zu dieser Jahreszeit leckere Eintöpfe & Suppen gezaubert haben. Diese erden, nähren und geben uns von innen Wärme.

Versuche daher gerade jetzt viele erdende Lebensmittel zu essen, da der Vata-Einfluss oft dazu führt, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes abheben und leichter den Boden unter den Füßen verlieren.

Saisonale Gemüsesorten wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Pastinake, Kürbis, Karotte, Grünkohl, und Wirsing eignen sich perfekt, zur Zubereitung von Eintöpfen, Suppen und Pürees und um so den Körper über die Nahrung zu erden und wärmen.

Yoga

Die kuschelige Jahreszeit eignet sich ebenfalls dazu, mehr ruhigere Yogaeinheiten wie z. B. Yin Yoga in deinen Alltag zu integrieren. Nehme den Druck raus und versuche hierbei wirklich den Boden unter dir zu spüren, verbinde dich mit der Erde. Gehe z. B. morgens nach dem Aufstehen 5-10 Minuten in die Haltung des Kindes. Atme tief ein und aus und nehme deinen Körper ganz bewusst in dieser Haltung auf deiner Yogamatte war.

Meditation

Auch folgendes Szenario kennst du sicher:

Du liegst oft abends wach und dein Gedankenkarussell kommt einfach nicht zur Ruhe?! Eine typische Vata-Problematik. Dann ist jetzt die Zeit gekommen, dich mit dem Thema Meditation auseinanderzusetzen. Du musst nicht sofort eine Stunde still dasitzen und im Besten Fall gar keine anderen Gedanken mehr haben. Wie wäre es, wenn du dir für den Anfang einfach 5 Minuten Zeit am Tag nimmst, dich bequem hinsetzt, die Augen schließt und ganz bewusst nur auf deinen Atem achtest. Tief ein- und ausatmest. Und wenn deine Gedanken sich wieder um deine „to do Liste“ drehen, die Aufmerksamkeit liebevoll wieder zurück auf deinen Atem lenkst. Ganz ohne Druck. Das ist nichts für dich und du bist lieber in der Natur unterwegs? Dann versuche doch einfach beim nächsten Spaziergang bewusst deine Umgebung wahrzunehmen, ohne Ablenkung, spüre die Herbstluft auf deiner Haut und atme die frische Luft ein. Auch solche Dinge können meditativ sein, solange du sie bewusst machst.

Bewegung nach Ayurveda

Also spüre gerade jetzt mehr in dich hinein. Wonach sehnt sich dein Körper, was tut dir gerade gut? Erde dich, nähre deinen Körper und praktiziere Yoga.

Außerdem eignen sich die Übergänge der Jahreszeiten zur Reflexion, zum Ausmisten der Wohnung, zum Ausmisten innerer Konflikte und zum Loslassen. Sei frei, sei dir deiner bewusst und bereite dich äußerlich und innerlich auf eine neue, wunderbare, goldene Jahreszeit vor und genieße sie in vollen Zügen.

Go with the flow 🤍

Ayurvedische Ernährung im Herbst: Oatmeal

Oatmeal als Teil einer ayurvedischen Ernährung

Zum Schluss möchte ich auch noch ein leckeres Oatmeal Rezept mit dir teilen, was im Herbst nicht auf deinem Frühstückstisch fehlen darf und welches du nach Lust und Laune abändern und ergänzen kannst.

Die Zutaten:

  • 3 EL zarte Haferflocken
  • ½ TL Flohsamen
  • 1 Prise Zimt
  • 100 ml Wasser
  • 100 ml Milch(alternative) deiner Wahl – ich benutze hier gerne Mandelmilch
  • 1 Obst deiner Wahl (ich liebe die Kombination von Apfel und Zimt)

Die Zubereitung:

Gebe alle Zutaten bis auf das Obst zusammen in einen Topf und rühre es gut mit einem Schneebesen unter.

Lasse alles kurz aufkochen und drehe die Temperatur dann herunter. Zwischendurch immer mal wieder umrühren.

Wenn es die gewünschte Konsistenz erreicht hat, nimmst du den Topf vom Herd. Ich lasse das Ganze dann gerne noch 15-20 mit geschlossenem Deckel durchziehen. Daher nehme ich den Topf bereits vom Herd, sobald das Oatmeal noch etwas flüssiger ist. Dann schneide ich das Obst hinein und lasse es im warmen Oatmeal durchziehen. Denn gerade am Morgen gilt, kein rohes Obst oder Gemüse zu essen, da wir die Verdauung unterstützen wollen und leicht verdauliches bevorzugen.

Das Topping:

Hier sind deiner Phantasie natürlich keine Grenzen gesetzt, trotzdem solltest du auch hier darauf achten, nicht zu viele Zutaten in deine Frühstücksschüssel zu geben, da die Mahlzeit, je komplexer sie ist, auch umso schwerer verdaulich wird.

Hier ein paar Anregungen für dein Oatmeal Topping:

  • Hanfsamen – tolle Omega3 Quelle
  • Zimt
  • Nussmus (Mandelmus, Tahini, Kürbiskernmus etc.) – deine Fettquelle
  • Beeren
  • Selbstgemachtes Granola
  • Schokolade – die schmilzt so schön
  • Kakaonibs
  • Joghurt (z. B. Kokos- oder Sojajoghurt)
  • Nüsse und Saaten

Guten Appetit! 🤍

Über die Autorin

Ich bin Sabrina und liebe es Menschen zu inspirieren und sie auf dem Weg zu einem gesunden & glücklichen Leben zu begleiten.

Schon lange befasse ich mich mit den Themen Essen & Sport. Damals waren dies aber noch Themen, welche für mich mit Verzicht & Zwang behaftet waren. Durch den Ayurveda durfte ich lernen, wie befreiend und entspannend es ist, ohne Restriktionen und im Einklang mit seinem Körper und seinen Bedürfnissen zu leben – physisch & mental.

Ich habe mich daher in den letzten Jahren intensiver mit Ayurveda befasst & meine Ausbildung zur Ayurvedischen Ernährungsberaterin beim Ayurveda Campus Schwerin absolviert.

Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Zyklusbeschwerden, Antriebslosigkeit, Verdauungsprobleme, unreine Haut… das kennen wir doch alle. Oft nehmen wir diese Dinge aber einfach hin oder nehmen fast täglich unsere Tabletten, die die Symptome zwar für den Moment lindern, auf lange Sicht gesehen aber nicht gut für uns und unseren Körper sind.

Ich habe mich daher darauf spezialisiert, wieder auf seinen Körper und seine Bedürfnisse zu hören und diese wahrzunehmen. Auf meiner Internsetseite findest du hierzu auch ein Angebot, solltest du dich angesprochen fühlen und noch mehr über meine Arbeit erfahren wollen.

Ich freue mich von dir zu hören & bis ganz bald,

deine Sabrina

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